Anleitung zum Einbetten von Insekten in Epoxidharz
Mit Epoxidharz schaffen Sie eine feste und langlebige Schicht um das Insekt. Das eingegossene Insekt wird so vor unerwünschter Beschädigung geschützt und seine Zersetzung verhindert. Auf diese Weise behandelte Insekten sind eine sehr beliebte Lehrhilfe oder auch Dekoration.
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Was Sie für die Herstellung benötigen
Silikonform
Epoxidharz
Dekorationsmaterial
Verbrauchsmaterial
Waage
Gut getrocknetes Insekt
Anleitung
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Bereiten Sie die Form auf einer ebenen, abgedeckten Fläche vor und entfernen Sie Staub und Schmutz mit Klebeband. Richten Sie die Oberfläche idealerweise mit einer Wasserwaage aus. Ist die Fläche nicht vollkommen eben, fließt das Epoxidharz zu einer Seite.

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Mischen Sie die benötigte Menge Epoxidharz und Härter an. Zum Eingießen von Insekten verwenden wir am häufigsten Fluid, iCrystal, Glass oder 5-five. Diese Harze wählen wir aufgrund ihrer hohen UV-Stabilität, wodurch sie über viele Jahre nicht vergilben und sich ideal für transparente Produkte eignen.
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Mischen Sie das Epoxidharz immer gemäß dem auf der Verpackung angegebenen Mischverhältnis und wiegen Sie beide Komponenten mit einer digitalen Waage grammgenau ab. Schützen Sie während der Arbeit Haut, Augen und Atemwege vor Kontakt mit dem Harz oder dessen Dämpfen. Rühren Sie beide Komponenten gründlich vom Boden her und streifen Sie die Seiten des Bechers ab (ca. 3–4 Minuten). Gießen Sie die Mischung anschließend in einen neuen Becher um und rühren Sie erneut. So vermeiden Sie schlecht vermischte Stellen, die nicht richtig aushärten könnten.
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Das Insekt muss sehr gut getrocknet sein. Je nach Größe empfehlen wir eine Trocknungszeit von 3–5 Wochen. Sie können das Insekt auch in Silikagel trocknen und so mehrere Wochen Zeit sparen.

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Vor dem Eingießen empfehlen wir, das Insekt mit einer dünnen Schicht Epoxidharz zu bestreichen. Dadurch verhindern Sie das Entweichen von Luftblasen und vermeiden, dass sich Luft an feinen Härchen festsetzt. Gleichzeitig wird das Insekt stabilisiert und lässt sich leichter in der Form positionieren.
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Das Epoxidharz wird wahrscheinlich in mehreren Schichten gegossen. Da das Insekt leicht ist und viel Luft enthält, wird es nach oben treiben – passen Sie den weiteren Ablauf entsprechend an.
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Die erste Schicht können Sie mit verschiedenen Dekorationen wie Blumen, Muscheln, Steinen oder anderen Verzierungen gestalten. Platzieren Sie das Insekt in dieser Schicht so, dass es nach dem Aushärten fixiert ist und beim Gießen der nächsten Schicht nicht aufschwimmt.

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Zögern Sie die Verarbeitung des angemischten Epoxidharzes nicht hinaus – im Becher befindet es sich oft in einer höheren Schicht als empfohlen und reagiert daher schneller, wodurch es auch schneller aushärten kann.
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Gießen Sie anschließend die zweite Schicht. Dies kann entweder nach vollständigem oder teilweisem Aushärten der ersten Schicht erfolgen. Beim Gießen im Gelzustand ist der Übergang zwischen den Schichten weniger sichtbar. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich das Insekt löst und aufschwimmt. In diesem Fall sollten Sie den Guss während des Aushärtens überwachen und das Insekt gegebenenfalls mit einem Spatel nach unten drücken.

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Nach dem Gießen entfernen Sie Oberflächenblasen mit einem Feuerzeug. Halten Sie die Flamme niemals zu lange über das Epoxidharz – führen Sie sie nur kurz darüber. Zu langes Erhitzen kann die Form oder das Produkt beschädigen. Führen Sie die Flamme niemals direkt über das Insekt, um es nicht zu beschädigen. Blasen am Boden entfernen Sie beispielsweise mit einem Zahnstocher. Achten Sie besonders auf Ecken der Form, in denen sich Blasen sammeln können.

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Decken Sie das Produkt ab, damit kein Staub hineinfällt, und lassen Sie es aushärten. Sie können die Form beispielsweise mit einer Kunststoffbox abdecken oder Becher um die Form stellen und darauf Karton legen.
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Entformen Sie das Produkt erst nach vollständigem Aushärten.

Videoanleitung
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