Wie man einen Tisch aus Epoxidharz herstellt
Tische aus Epoxidharz sind ein sehr beliebtes Designelement für Innenräume. Durch die Kombination von Holz und Epoxidharz entsteht eine beeindruckende Optik, die sofort zum Blickfang jedes Raumes wird. Die Herstellung eines Tisches aus Epoxidharz ist jedoch nichts für absolute Anfänger. Wenn Sie gerade erst mit Epoxidharz beginnen, empfehlen wir dringend, die Arbeit zunächst an mehreren kleineren Projekten auszuprobieren, um ein Gefühl für das Material zu bekommen.
Tische aus Epoxidharz lassen sich in unzähligen Designs gestalten. Kombinieren Sie verschiedene Holzarten und Farben, fertigen Sie einen Live-Edge-Tisch (mit natürlicher Baumkante), einen River Table (Tisch mit „Fluss“ aus Epoxidharz) oder füllen Sie einfach Risse in einer Holzscheibe mit Harz.
In Epoxidharztische können Sie auch verschiedene Gegenstände eingießen und so einen einzigartigen Pokertisch, einen Tisch für Schneiderinnen oder einen außergewöhnlichen Empfangstisch gestalten. Mit unseren Epoxidharzen erstellen Sie erstklassige Tische, die alle Blicke auf sich ziehen. Und wie stellt man einen Tisch aus Epoxidharz her?
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Was Sie für die Herstellung benötigen
Epoxidharz
Farbe oder metallisches Pulver für Epoxidharz
Dekorationsmaterial
Verbrauchsmaterial
Waage
Material für die Herstellung der Form
Weitere Werkzeuge
Vorgehensweise
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Auswahl und Vorbereitung des Holzes
Das Holz für einen Tisch mit Epoxidharz muss ausreichend gereift und möglichst trocken sein. Üblicherweise wird eine maximale Holzfeuchtigkeit von 10–12 % empfohlen. Ist das Holz zu feucht, arbeitet es weiter – es besteht das Risiko von Überhitzung des Harzes sowie von Beschädigungen oder Rissen im gesamten Produkt. Zur Kontrolle der Holzfeuchtigkeit hilft ein Feuchtigkeitsmessgerät.
Richten Sie die ausgewählten trockenen Bohlen mit einem Hobel oder einer Fräse aus, schleifen Sie Splitter und Unebenheiten ab und entfernen Sie weiche oder stark beschädigte Stellen. Idealerweise entfernen Sie auch die Rinde. Wenn Sie diese behalten möchten, befestigen Sie sie mit kleinen Nägeln, damit sie möglichst unauffällig sind.
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Imprägnierung des Holzes
Tragen Sie auf die vorbereiteten Bohlen eine Imprägnierung auf, um ein übermäßiges Aufsaugen des Epoxidharzes zu verhindern und das Eindringen von Luftblasen aus dem Holz in das Harz zu reduzieren. Jedes Holz ist unterschiedlich, daher kann es notwendig sein, mehrere Schichten aufzutragen, um die Oberfläche perfekt zu versiegeln.
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Herstellung der Form
Die Form kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden – Kunststoff (Polyethylen, Polycarbonat, Polypropylen), Metall, Holz, Laminat, MDF-Platten oder Plexiglas.
Das beste Material für die Form ist Polypropylen, da Epoxidharz daran nicht haftet und kein Trennmittel erforderlich ist. Allerdings ist dieses Material relativ teuer. Daher werden häufig eher einfache, teilweise einmalige Formen aus anderen Materialien gefertigt und mit Trennmitteln gearbeitet.
Grundsätzlich können Sie nahezu jedes Material verwenden, wichtig ist jedoch, dass die Form leicht flexibel ist und das Entformen ermöglicht. Außerdem ist die Verwendung eines Trennmittels notwendig. Ohne Trennmittel haftet das Epoxidharz an der Form und lässt sich nicht lösen.
Bei Metallformen verwenden Sie ein flüssiges Trennmittel, bei Holzformen Polypropylenband (PP).
Bei selbstgebauten Formen ist es entscheidend, dass sie perfekt abgedichtet sind – z. B. mit Silikon, Heißkleber oder Acryl-Dichtmasse – und keine kleinste Undichtigkeit aufweisen. Materialien, die sich auflösen oder durchlässig sind, sollten vermieden werden. Auch wenn zunächst alles dicht erscheint, können nach einigen Stunden Undichtigkeiten auftreten, wodurch das Harz ausläuft. Es ist daher besser, die Abdichtung großzügig auszuführen, als große Mengen Harz zu verlieren.
Wenn Sie eine Holzform verwenden, schleifen Sie die Oberfläche vor dem Aufbringen der Trennfolie, damit diese optimal haftet.
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Vorbereitung des Holzes in der Form
Legen Sie die vorbereiteten Bohlen in die Form. Das Holz muss beschwert werden, damit es nicht aufschwimmt. Denken Sie daran, dass sich die Gewichte durch das Harz festsetzen können – trennen Sie diese daher entsprechend oder verwenden Sie höhere Bohlen, sodass Sie später genug Material zum Schleifen haben und das Holz an der Oberfläche nicht vollständig vom Harz bedeckt ist. Häufig werden schwere Gegenstände wie Eimer mit Steinen oder Hanteln verwendet.
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Mischen des Epoxidharzes
Mischen Sie die benötigte Menge Epoxidharz und Härter entsprechend der Formgröße. Für Tische verwenden wir häufig 5-five, EPOXYTABLE 10 oder Start 2, die für höhere Gießhöhen geeignet sind. Achten Sie auf das maximale Gießvolumen, um eine Überhitzung zu vermeiden.
Beachten Sie, dass Epoxidharz beim Aushärten schrumpft und zusätzlich Material durch das Schleifen verloren geht. Planen Sie daher die Höhe des Tisches entsprechend größer. Üblicherweise rechnet man mit etwa 1 mm Schrumpfung pro 1 cm Gießhöhe.
Mischen Sie das Epoxidharz immer gemäß den Angaben auf der Verpackung und wiegen Sie beide Komponenten exakt ab. Schützen Sie Haut, Augen und Atemwege vor Kontakt mit dem Harz und seinen Dämpfen. Rühren Sie gründlich (ca. 3–4 Minuten), gießen Sie die Mischung anschließend in ein neues Gefäß um und rühren Sie erneut, um ungleichmäßig vermischte Bereiche zu vermeiden.
Zögern Sie die Verarbeitung nicht hinaus – im Mischgefäß befindet sich das Harz in einer höheren Schicht als empfohlen, wodurch es schneller reagiert und überhitzen kann.
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Färben des Epoxidharzes
Wenn Sie das Epoxidharz einfärben möchten, geben Sie die Farbe schrittweise hinzu und mischen Sie, bis Sie den gewünschten Farbton erreichen. Zu große Mengen können die Eigenschaften negativ beeinflussen – die empfohlene maximale Menge liegt bei etwa 2 %.
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Gießen des Epoxidharzes
Gießen Sie das angemischte und gefärbte Epoxidharz langsam in die Form. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie können beispielsweise eine farbige Schicht gießen, Dekorationen einlegen und anschließend mit einer transparenten Schicht fortfahren. Weitere Schichten können entweder im Gelzustand oder nach vollständigem Aushärten gegossen werden – je nach gewünschtem Effekt. Für jede Schicht sollte das Harz separat angemischt werden.
Nach dem Gießen entfernen Sie Oberflächenblasen mit einer Heißluftpistole. Halten Sie die Hitzequelle nie zu lange über das Harz, um Beschädigungen zu vermeiden. Blasen am Boden können z. B. mit einem Spatel oder Holzstäbchen entfernt werden.
Decken Sie das Produkt ab, damit kein Staub hineinfällt, und lassen Sie es aushärten.
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Entformen des Tisches
Entformen Sie den Tisch erst nach mehreren Tagen, wenn das Epoxidharz vollständig ausgehärtet ist. Mit dem Schleifen sollten Sie erst beginnen, wenn alle Aushärtungsprozesse abgeschlossen sind – das dauert etwa 2–3 Wochen.
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Schleifen und Polieren
Das Schleifen ist aufgrund der Größe und des Gewichts des Tisches mit Maschinen deutlich einfacher. Für das Egalisieren der Oberfläche empfiehlt sich eine professionelle Werkstatt mit entsprechenden Maschinen. Wenn Sie selbst arbeiten, können Sie z. B. eine Oberfräse mit Führungsschiene verwenden.
Nach dem Schleifen reinigen Sie die Oberfläche und reparieren eventuelle Fehler. Kleine Defekte können Sie mit schneller härtendem Harz wie Fluid ausbessern, größere Flächen mit dem ursprünglich verwendeten Harz.
Für den Feinschliff benötigen Sie Schleifpapier bis Körnung 3000. Holz sollte jedoch maximal bis Körnung 180 geschliffen werden, da es sonst keine Öle oder Wachse mehr aufnimmt.
Wenn Sie den gesamten Tisch lackieren möchten, reicht ein Schliff bis Körnung 600. Danach reinigen und entfetten Sie die Oberfläche gründlich und tragen den Lack auf.
Schleifen Sie jede Körnung gleichmäßig ohne Druck und überspringen Sie keine Zwischenschritte. Anschließend polieren Sie die Oberfläche mit einer Mikrofaser-Tuch und einer Polierpaste. Für eine matte Oberfläche ist ein so feiner Schliff nicht erforderlich.
Während des Schleifens reinigen Sie regelmäßig sowohl die Oberfläche als auch das Schleifpapier mit einem Mikrofasertuch.
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Endbearbeitung
Für die finale Behandlung können Sie je nach Bedarf Öl, Lack oder Wachs verwenden – idealerweise ein Produkt, das für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist.
Anschließend müssen Sie nur noch ein passendes Untergestell montieren und Ihr eigener Tisch aus Epoxidharz ist fertig.
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